Orthopädisches Zentrum

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Orthopädisches Zentrum

Orthopädisches Zentrum

an den Krämpfer Gärten

Facharzt T. Wüstefeld | Dr. med D. Wiesemann | Dipl. med. A. Wagner

Therapien im Überblick

Hier stellen wier ein paar unsere Fachgebiete vor und was sie beinhalten

Neuraltherapie

Bei dieser Behandlung handelt es sich um eine Form der Regulationstherapie, durch die gezielte Injektion von Lokalanästhetika (v.a. Procain). Das Ziel der Neuraltherapie ist die Behandlung von Allgemeinstörungen des Organismus. Durch die vielfältige pharmakologische Wirkung des Procains kommt es zu einer komplexen Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Obwohl die Neuraltherapie häufig zur Komplementärmedizin gezählt wird leitet sie sich von sicheren wissenschaftlichen Kenntnissen ab.

  • Indikationen
  • Schmerzzustände
  • Funktionelle Störungen
  • Vegetative Störungen
  • Chronische Entzündungen
  • Durchblutungsstörungen

 

Behandlung

Die fünf Behandlungsebenen der Neuraltherapie sind:

  • Lokal: Dies beinhaltet die direkte Infiltration von schmerzhaften Strukturen wie Triggerpunkte, Gelenke/Gelenkkapseln, periphere Nerven, oder auch entzündeten Sehnen.
    Segmental: Über die Infiltration wird Einfluss auf den segmentalen Reflexbogen genommen. Hierbei werden alle dem einzelnen Segment zugehörigen Komponenten (Haut, Bewegungsapparat, innere Organe) im Sinne einer Autoregulation beeinflusst. Dadurch ist es beispielsweise möglich Verspannungen der Muskulatur, sowie Durchblutungsstörungen zu reduzieren.
  • Ganglientherapie: Vegetative Ganglien stellen Nervenknoten dar und dienen als „Umschaltstationen“ des vegetativen Nervensystems. Sie regulieren vorrangig vegetative Funktionen von Organen. Durch die gezielte Infiltration an diese Punkte kann ein übergeordneter Einfluss auf alle dem Ganglion zugehörigen Strukturen genommen werden.
  • Störfeld: Das Störfeld ist ein chronischer Reizzustand an unterschiedlichen Stellen des Körpers. Dies können Narben, Organdysfunktionen oder Strukturen im Bewegungsapparat sein. Da Störfelder „klinisch stumm“ verlaufen, werden diese in der Regel nicht vom Patienten als Schmerz wahrgenommen. Umso schwieriger gestaltet es sich diese zu detektieren. Auch hier spielen eine umfassende Anamnese und ganzheitliche Betrachtung des Patienten, über die Fachrichtung hinaus, eine wichtige Rolle.
  • Systemisch (intravasal): Hierzu zählen Injektionen in Arterien und Venen sowie die venöse Procain-Infusion. Vorteile, neben einer generellen durchblutungsfördernden Wirkung, sind eine allgemeine schmerzdämpfende und entzündungshemmende Wirkung, positive Effekte auf das Immunsystem, sowie auf bakterielle und virale Erkrankungen.

Der therapeutische Effekt der Infiltration und die damit hervorgerufenen Autoregulationsmechanismen überdauern die Anästhesiewirkung des einsetzenden örtlichen Betäubungsmittels. Um einen langfristigen Erfolg zu erzielen bedarf es einem individuellen Vorgehen, angefangen von einer umfänglichen Anamnese, differenzierten Untersuchung und Therapieplanerstellung. Durch die Anwendung dünnster Nadeln ist die Neuraltherapie schmerzarm und wird in der Regel gut vom Patienten vertragen.

Stark blutverdünnende Medikamente sollten mit entsprechendem zeitlichem Abstand abgesetzt werden. Ansonsten bedarf es keiner weiteren Vorbereitung.

Nach der Infiltration können sie sich, je nach eingesetzter Menge des Lokalanästhetikas, etwas benommen/“benebelt“ fühlen. Dies ist vollkommen normal und vergeht nach ca. 15- 20 Minuten. Sie verbleiben nach der Behandlung für ca. 30 Minuten in der Praxis zur Nachbeobachtung. Eine Begleitperson können Sie gerne mitbringen. Das Führen eines KFZs oder Tätigkeiten, die Sie und andere gefährden können sollten Sie an diesem Tag unterlassen. Eine Arbeitsunfähigkeit für den Behandlungstag kann Ihnen auf Wunsch ausgestellt werden.

Nebenwirkungen/ Kontraindikationen

In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Bitte teilen Sie uns vor der Behandlung mit, ob es in der Vergangenheit bei der Anwendung mit örtlichen Betäubungsmitteln (bspw. beim Zahnarzt) zu Komplikationen gekommen ist. Um die Verträglichkeit zu testen, kann im Vorfeld eine Probequaddel am Unterarm injiziert werden. Eine lokale Rötung ist auf die durchblutungsfördernde Wirkung zurückzuführen und vollkommen normal. Bei Mangel an Pseudocholinesterase darf Procain nicht angewendet werden.

Kosten

Aufgrund des erhöhten Behandlungsumfanges können wir diese spezielle Therapie nur im Rahmen der Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten. Es erfolgt die Abrechnung nach GOÄ. Da die Kosten abhängig von der Art und Dauer der Behandlung ist werden diese Ihnen in einem persönlichen Aufklärungsgespräch von unseren Ärzten mitgeteilt. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten der Behandlung.

Hyalurontherapie

Arthrosebehandlung

Die Gelenkflüssigkeit unseres Körpers dient als Schmiermittel und Stoßdämpfer. Hyaluron ist hierbei ein natürlicher Bestandteil und hat die Fähigkeit Wasser zu binden. Nur bei optimaler „Schmierung“ des Gelenkes können die Flächen problemlos übereinander gleiten. Bei der Arthrose eines Gelenkes ist diese Fähigkeit gestört. Folge sind Entzündungen und Knorpelabbau, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen des Gelenkes einhergehen. Bei beginnendem und moderatem Gelenkverschleiß hat sich neben klassischen konservativen Therapieformen wie Physiotherapie und medikamentöser Schmerztherapie auch die Gelenkinjektionen mit Hyaluronsäure als weitere Behandlungsoption bewährt und wird auch von den großen Fachgesellschaften als konservative Therapieform bei Arthrose empfohlen.

Ablauf

Die Behandlungsdauer beträgt ca. 15 Minuten. Starke Blutverdünner sollten im Vorfeld pausiert werden. Sonst ist keine besondere Vor- und Nachbereitung notwendig. Sie müssen nicht nüchtern erscheinen. Die Injektion wird untere sterilen Bedingungen durchgeführt und ist in der Regel wenig schmerzhaft. Auf Wunsch kann aber vorab eine lokale Betäubung durchgeführt werden. Danach können Sie normal Ihren Alltag bestreiten. Das Pflaster sollte 23 Tage auf der Injektionsstelle belassen werden. Sportliche Betätigung, Duschen oder andere Wasseranwendung sollten Sie in dieser Zeit nicht durchführen. Während und nach der Behandlung sollten sie Genussmittel und Nikotin meiden.

Die Anzahl der insgesamt zu verabreichenden Injektionen richtet sich nach dem verwendeten Produkt. In manchen Fällen kann eine einmalige Injektion ausreichend sein. Die Regel sieht aber 3-5 Injektionen in einem wöchentlichen Abstand vor.

Nebenwirkung

Nach der Infiltration kann es zu leichten Schmerzen im Gelenk kommen, die sich jedoch nach einigen Stunden rasch legen. Des Weiteren kann es durch die Spritze selbst, zu Schwellungen im Bereich der Einstichstelle und die Ausbildung von Hämatomen, kommen. Natürlich wird die Behandlung unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Trotz größter Sorgfalt beim Arbeiten lassen sich Gelenkinfektionen nicht vollständig vermeiden. Das Auftreten dieser, wie auch von allergischen Reaktionen kommt aber sehr selten vor.

Ergebnis

Die Ergebnisse, bei leichter und moderater Arthrose, sind gut, können aber nicht garantiert werden. In der Regel ist mit einer Beschwerdelinderung, in besten Fällen mit einer Schmerzfreiheit zu rechnen. Die Wirkungsdauer ist begrenzt und individuell unterschiedlich. Erfahrungen zeigen eine gute Schmerzlinderung für 6-12 Monate, teilweise auch länger. Bei gutem Ansprechen der Therapie spricht nichts gegen eine regelmäßige Wiederholung.

Behandlung an Sehnen und Bändern

Wie an unseren Gelenken spielt die Gleitfähigkeit auch bei unseren Sehnen eine wichtige Rolle und kann bei Störungen der Gleitfähigkeit entzündliche Veränderungen hervorrufen, die mit Schmerzen einhergehen. Eine Infiltration kann an Sehnen/Sehnenscheiden, Bandstrukturen und Schleimbeuteln erfolgen. Typische Lokalisationen sind der Ellenbogen beim „Tennisarm“, die Achillessehne oder die Sehnen der Schultermuskulatur. Ob für Ihre Beschwerden eine Hyaluroninfiltration infrage kommt klären wir am besten in einem Beratungstermin.

Kosten

Die Hyaluronbehandlung ist kein Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen die Patienten im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) selber tragen. Bei privatversicherten Patienten werden die Kosten in der Regel übernommen. Die Kosten der Behandlung sind abhängig vom verwendeten Produkt und der Anzahl der Injektionen. Wir beraten Sie gerne zu den anfallenden Preisen.

Eigenblutbehandlung (ACP/PRP)

Ein Gamechanger in der konservativen Orthopädie stellt die bioregenerative Therapie der Eigenblutbehandlung mittels plättchenreichem Plasma dar. ACP (PRP = plättchenreiches Plasma) heißt „Autologes Conditioniertes Plasma“ und ist eine speziell aufbereitete Form des Eigenblutes. Hier in unserer Praxis verwenden wir die neuste Verfahrensgeneration für die Aufbereitung. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig mit guten Ergebnissen in klinischen Studien.

Anwendungsgebiete:

  • Arthrose-Therapie an Gelenken bei leichter bis mittelschwerer Arthrose
  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Sportverletzung wie z.B. Zerrungen, Muskelfaserrisse, Meniskusrisse, „Umknicktraumata“
  • Entzündungen an Sehnen/Sehnenscheiden, Schleimbeutel, Bänder
  • Fersensporn

Die Wirkung erfolgt durch die im aufbereiteten Plasma erhöhte Konzentration an Blutplättchen (Thrombozyten). Diese enthalten Wachstumsfaktoren. Im Gewebe werden diese aktiviert und die Wachstumsfaktoren werden freigesetzt. Es erfolgt nun eine Regeneration auf zellulärer Ebene im Gewebe. Die Entzündung wird gehemmt und die körpereigne Heilung des geschädigten Gewebes kann erfolgen. Dem aufbereiteten Eigenblut werden keine zusätzlichen Substanzen zugesetzt. Somit treten Allergien nicht auf. Durch die Abnahme und Aufbereitung in einem geschlossenen sterilen System sind Kontaminierungen ebenfalls ausgeschlossen. Ein Restrisiko einer Infektion birgt lediglich die Punktion selber, die aber durch ein steriles Vorgehen minimiert werden kann.

Für die Herstellung von ACP wird Ihnen ca. 15 ml Blut abgenommen. Dies ist so viel wie bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung. Im Anschluss wird dieses Blut hier bei uns in der Praxis aufbereitet. Am Ende bleiben ca. 4-6 ml aktives Plasma übrig, welches dem Patienten verabreicht wird. Zur zielgenauen Infiltration kann dies ultraschallgestützt oder mittels mobilen Röntgengeräts (bei der Wirbelsäule) erfolgen.

Eine Behandlung besteht in der Regel aus einer Serie von ca. 3-5 Anwendungen. Für jede Anwendung wird Ihnen das Blut „frisch“ abgenommen. Der gesamte Aufenthalt in der Praxis beträgt ca. 20 Minuten. Anschließend können sie Ihren Alltag ganz normal gestalten. Nach der Infiltration kann es sein, dass es am Folgetag zu leichten Schmerzen kommt. Dies beruht auf eine Reaktion des Gewebes auf das Plasma und ist vollkommen normal.

Die ACP-Therapie ist keine Behandlung für eine schnelle Schmerzfreiheit. Das Gewebe muss sich regenerieren. Mit einem Ergebnis ist individuell nach ca. 6-8 Wochen zu rechnen. Dafür hält die Wirkung gegenüber anderen konservativen Behandlungsmethoden wie Kortisoninfiltrationen und Hyaluronbehandlungen länger an.

Wichtig:Da die Blutplättchen sehr empfindlich sind und durch bestimmte Medikamente deaktiviert werden können bitten wir Sie vor 1 Woche vor Therapiebeginn blutverdünnende Medikamente und bestimmte Schmerzmittel (NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen) absetzen. Während der Behandlung und bis 1 Woche nach Therapieabschluss sollten ebenfalls auf die Einnahme verzichtet werden. Andernfalls kann ein zufriedenstellendes Ergebnis nicht garantiert werden.

Kosten

Die ACP-Behandlung ist kein Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen die Patienten im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) selber tragen. Bei privatversicherten Patienten werden die Kosten von immer mehr Versicherungen übernommen, eine vorherige Abklärung ist ratsam. Die Kosten der Behandlung sind abhängig von der Anzahl der Infiltrationen. Wir beraten Sie gerne zu den anfallenden Preisen.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie oder auch Chirotherapie ist ein Verfahren, dass sich auf die Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungs- und Skelettapparates konzentriert. Durch gezielte Handgriffe und Mobilisations- als auch Manipulationstechniken werden zunächst funktionelle Bewegungseinschränkungen an Gelenken, Muskeln und Faszien diagnostiziert und anschließend therapiert um die entsprechende Störung zu verbessern und im besten Fall aufzuheben. Ziel ist es Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Funktion des Körpers zu optimieren. Die Manuelle Therapie kann bei verschiedenen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Gelenkproblemen und Sportverletzungen eingesetzt werden. Es ist wichtig, dass die Behandlung von einem qualifizierten Therapeuten durchgeführt wird, um maximale Ergebnisse zu erzielen. Nach der Behandlung kann es zu muskulären Schmerzen, wie beim „Muskelkater“ kommen. Diese Beschwerden klingen in der Regel nach 1-2 Tagen ab. An der Wirbelsäule ist die Manipulationstechnik nicht frei von Risiken und können im Vorfeld nicht sicher ausgeschlossen werden. So kann es zu Verletzungen der Bandscheibe, Wirbelkörper und Nervenwurzelreizungen und -schädigung kommen, die neurologische Folgeschäden hinterlassen können. Bei Manipulationstechniken an der HWS kann es zusätzlich zu Verletzungen der hirnversorgenden Arterie kommen. Sollten bei Ihnen Ängste und Zweifel bezüglich der Manipulation bestehen, können auch „sanftere“ Techniken angewandt werden, die das Risiko für o.g. Verletzungen deutlich minimieren. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten, ob die Manuelle Therapie für Sie geeignet ist und welche Ergebnisse Sie erwarten können.

Kosten

Die ACP-Behandlung ist kein Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen die Patienten im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) selber tragen. Bei privatversicherten Patienten werden die Kosten von immer mehr Versicherungen übernommen, eine vorherige Abklärung ist ratsam. Die Kosten der Behandlung sind abhängig von der Anzahl der Infiltrationen. Wir beraten Sie gerne zu den anfallenden Preisen.